Handbuch

Checks

Jede Domain bekommt bis zu 36 Monitore, einen je freigeschaltetem Check-Typ (SMTP und IPv6 nur, wenn der Betreiber sie freigibt). Dieses Kapitel erklärt je Typ, was geprüft wird, welche Befunde entstehen können und wann daraus ein Incident wird. Am Ende steht das Punktesystem des öffentlichen Domain-Checks.

Auf dieser Seite

Themen

Wie ein Check arbeitet

Ein Monitor ist ein Check-Typ auf einem Ziel (Domain, Hostname oder URL) mit eigenem Intervall. Jeder Lauf endet mit einem Ergebnis: ok, warning, critical oder error. Ein Fehler bedeutet, dass DomainWarn selbst nicht prüfen konnte (Resolver-Timeout, Zeitbudget überschritten); er verändert nie einen Incident. Befunde tragen eine Schwere: Hinweis (info), Warnung oder kritisch, jeder mit Text und Empfehlung in Deutsch und Englisch.

Nur Zustandsbefunde eröffnen Incidents, und erst nach ihrer Schwelle: einer festen Zahl aufeinanderfolgender Läufe (1, 2 oder 3) oder, bei Verfügbarkeitschecks, nach der eingestellten Fehlerdauer (Standard 5 Minuten, umgerechnet in Läufe). Hinweise erzeugen nie einen Incident. Änderungen (ein Record ist anders als beim letzten Lauf) sind Ereignisse mit Vorher und Nachher, werden einmal gemeldet und laufen nicht als Incident weiter; Einzelheiten in „Alarme“.

Ein Lauf hat 30 Sekunden Zeit. HTTP-Abrufe folgen höchstens fünf Weiterleitungen und lesen höchstens 512 KB. DNS wird bevorzugt am autoritativen Nameserver abgefragt; jede erkannte Änderung wird nach 45 Sekunden an einem zweiten Nameserver der Zone bestätigt.

Siehe auch: Incidents, Schwellen und Erinnerungen

Intervalle je Tarif

Jeder Monitor hat ein Intervall zwischen einer Minute und sieben Tagen, das du in den Einstellungen der Domain änderst. Der Tarif setzt die Untergrenze je Check-Typ; beim Tarifwechsel werden zu kurze Intervalle angehoben. Die wichtigsten Untergrenzen:

  • Website (http): Free 15 Minuten, Freelancer 5 Minuten, Agency und Agency Pro 1 Minute.
  • DNS-Records: Free 60 Minuten, Freelancer 30 Minuten, Agency 15 Minuten. DNSSEC: Free 6 Stunden, Freelancer 1 Stunde, Agency 15 Minuten.
  • SPF und DMARC: Free 6 Stunden, Freelancer 3 Stunden, Agency 1 Stunde. DKIM und MTA-STS: Free 12 Stunden, Freelancer 6 Stunden, Agency 1 Stunde. MX: Free 6 Stunden, Freelancer 1 Stunde, Agency 30 Minuten.
  • Zertifikat: Free 12 Stunden, sonst 6 Stunden. Blacklists: Free 24 Stunden, Freelancer 12, Agency 6 Stunden. Nameserver: Free 24 Stunden, Freelancer 12, Agency 6 Stunden.
  • Registrierung, CT-Logs, Weiterleitungen, CAA, BIMI und DANE: 24 Stunden in jedem Tarif. IPv6 und HTTP/3: 6 Stunden im Free-Tarif, sonst 1 Stunde (Agency Pro 30 Minuten).

Siehe auch: Tarifvergleich

Häufige Fragen

Warum sehe ich einen Befund, aber keinen Incident?
Hinweise erzeugen nie einen Incident, Warnungen nur bei Zustandsbefunden nach ihrer Schwelle. Manche Warnungen sind bewusst ohne Incident, etwa ein SPF-Record mit ptr, ein SHA-1-Zertifikat oder ein einzelner nicht erreichbarer MX-Host: Sie stehen im Ergebnis und in der Zeitleiste, wecken aber niemanden.
Kann ich einzelne Checks abschalten?
Ja, je Domain die Bereiche Website, E-Mail sowie Domain und DNS, und jeden Monitor einzeln. Ein abgeschalteter Monitor schließt seine offenen Incidents ohne Entwarnung.
Welche Checks brauchen etwas vom Kunden?
Keiner. Alle Prüfungen lesen öffentlich abfragbare Daten: DNS, HTTP, TLS, RDAP, CT-Logs und Blacklist-Antworten. Nichts wird beim Kunden installiert; nur die Records per Klick brauchen eine Integration mit dem DNS-Anbieter.
Warum fehlt der IPv6- oder der SMTP-Monitor?
Beide entstehen nur, wenn der Betreiber sie freigeschaltet hat: IPv6 braucht einen Prüfserver mit IPv6-Ausgang, der Mailserver-Check eine Freigabe von Port 25. Ohne Port-25-Freigabe prüft DANE nur Form und Signierung der TLSA-Records.