Was der Domain-Check prüft
Dreizehn Prüfungen, die sonst einzeln laufen, in einem Durchgang, gebündelt in vier Bereiche. Jede Prüfung fragt direkt am autoritativen Nameserver oder am Server selbst nach und bewertet das Ergebnis so, wie Browser, Mailempfänger und Zertifizierungsstellen es tun.
- Website (30 % der Punktzahl): Zertifikat gültig, passend zum Hostnamen, nicht bald abgelaufen, modernes Protokoll; http und https, mit und ohne www landen bei derselben Adresse; Sicherheits-Header wie HSTS und Content-Security-Policy gesetzt.
- E-Mail (35 %): MX-Records vorhanden und auflösbar, SPF, DKIM und DMARC vorhanden und plausibel, MTA-STS und TLS-RPT eingerichtet (ob der Mailserver Verbindungen annimmt, prüft die Überwachung, nicht dieses Tool).
- DNS (20 %): Records auflösbar, DNSSEC-Signaturkette in Ordnung.
- Domain (15 %): Ablaufdatum, Sperrstatus, Registrar; Website- und Mail-IPs sowie die Domain selbst auf keiner Blacklist.
Die Punktzahl
Jeder Bereich startet mit 100 Punkten. Jede Prüfung mit einem kritischen Befund kostet 20 Punkte, jede Warnung 7 (höchstens 20 je Prüfung), jeder Hinweis 1 (höchstens 3). Die Gesamtpunktzahl ist das gewichtete Mittel der Bereiche: Website 30 %, E-Mail 35 %, DNS 20 %, Domain 15 %. So drückt eine Domain mit vielen Mail-Baustellen nicht automatisch auf null, und du siehst sofort, wo es hakt. Ab 90 Punkten ist die Domain sehr gut aufgestellt, ab 70 gut, ab 50 mittel, darunter besteht dringender Handlungsbedarf. Unter „Das bringt am meisten“ stehen die Befunde, deren Behebung die meisten Punkte bringt. Die Punktzahl ist ein Überblick, kein Zeugnis: Ein abgelaufenes Zertifikat wiegt schwerer als fehlendes DNSSEC, auch wenn beides Punkte kostet.
Ergebnis teilen
Die Adresse der Ergebnisseite lässt sich kopieren und weitergeben, etwa an den Kunden oder den Hoster. Wer sie öffnet, bekommt eine frische Prüfung (Ergebnisse werden fünf Minuten zwischengespeichert). Die Seite wird nicht von Suchmaschinen indexiert.
Alle Kundendomains dauerhaft im Blick
Der Domain-Check ist eine Momentaufnahme. DomainWarn führt dieselben Prüfungen für alle Kundendomains einer Agentur regelmäßig aus und meldet Änderungen, ablaufende Zertifikate und Domains, verschwundene Mail-Records und Ausfälle, bevor der Kunde sie bemerkt.
Häufige Fragen
- Was heißt „nicht geprüft (Zeitbudget)“?
- Die Prüfungen laufen nacheinander innerhalb eines Zeitbudgets. Antwortet ein Server oder eine Blacklist sehr langsam, werden die letzten Prüfungen ausgelassen. Sie zählen dann weder als bestanden noch als Abzug: Die Punktzahl des Bereichs rechnet mit den übrigen Prüfungen, ein Bereich ohne gelaufene Prüfung bleibt ohne Punktzahl und fällt aus dem Gesamtergebnis heraus. Ein zweiter Lauf wenige Sekunden später nutzt die zwischengespeicherten Teile und prüft in der Regel alles. Ohne Punktzahl bleibt der Check nur, wenn eine Prüfung mit einem echten Fehler endet, etwa weil der Nameserver nicht antwortet.
- Zählt der Domain-Check als eine Abfrage?
- Ja. Die dreizehn Teilergebnisse werden fünf Minuten zwischengespeichert und stehen danach auch in den Einzeltools sofort bereit.
- Die Domain hat keinen Mailbetrieb, trotzdem Abzug für SPF und DMARC?
- Auch Domains ohne Postfächer sollten SPF mit -all und DMARC mit p=reject tragen, sonst kann jeder in ihrem Namen senden. Der Abzug ist also gewollt.