Warum Änderungen wichtiger sind als Fehler
Die meisten DNS-Probleme sind keine Ausfälle, sondern Änderungen: Der Kunde wechselt den Hoster und die Nameserver, ein Kollege räumt die Zone auf und löscht den SPF-Record, ein Dienstleister trägt einen neuen MX ein. Technisch ist die Zone danach gültig, ein Uptime-Check bleibt grün. Gemerkt wird es, wenn Mails ausbleiben oder die Website ins Leere zeigt.
DomainWarn speichert deshalb bei jeder Prüfung einen Snapshot der wichtigsten Records und vergleicht ihn mit dem vorherigen. Jede Abweichung wird über einen zweiten Nameserver bestätigt, damit ein einzelner verzögerter Server keinen Fehlalarm auslöst, und dann als Incident mit Vorher und Nachher gemeldet.
Was überwacht wird
Für jede Domain und jeden zusätzlichen Hostnamen:
- NS: Nameserverwechsel, das deutlichste Zeichen für einen Hosterwechsel oder eine Übernahme.
- A und AAAA: Neue Ziel-Adressen von Website, Shop, Subdomains.
- MX: Neuer Mailanbieter, fehlende oder nicht auflösbare Mailserver.
- TXT: SPF, DMARC, DKIM-Selektoren und Verifizierungs-Records, mit Bewertung der Syntax.
- CNAME und CAA: Alias-Ziele und erlaubte Zertifizierungsstellen.
- DNSSEC: DS-Record und Validierung; eine kaputte Signaturkette macht die Domain für Google- und Cloudflare-Nutzer unerreichbar.
Autoritativ statt aus dem Cache
DomainWarn fragt nicht einen öffentlichen Resolver, sondern die autoritativen Nameserver der Zone. Ein Resolver-Cache kann Stunden alt sein; die Quelle zeigt den Zustand von jetzt. Das ist auch der Grund, warum Änderungen innerhalb von Minuten auffallen und nicht erst, wenn irgendwo die TTL abgelaufen ist.
Abgrenzung zu Zabbix, Nagios und Uptime-Tools
Zabbix und Nagios können DNS-Abfragen als Check einbauen, brauchen dafür aber Templates, Schwellwerte und jemanden, der den Server pflegt. Uptime-Dienste prüfen die HTTP-Antwort und höchstens, ob ein Record existiert. DomainWarn ist auf Kundendomains zugeschnitten: keine Installation, keine Agenten, Kunden und Domains als Struktur, ein Digest am Morgen und Incidents statt einer Mail pro Prüfung.
Einrichtung in fünf Minuten
- Registrieren, Kunden anlegen, Domains eintragen oder als Liste importieren.
- DNS-, MX-, SPF- und DMARC-Monitore werden automatisch angelegt; Prüfintervall je nach Tarif.
- Kanal wählen: E-Mail, Slack, Discord, Telegram oder Webhook, pro Kunde überschreibbar.
- Erste Snapshots liegen nach der ersten Prüfung vor, ab dann meldet DomainWarn jede Änderung.
Häufige Fragen
- Erzeugt jede kleine Änderung eine Meldung?
- Jede Änderung an den überwachten Record-Typen, ja. Dynamische Werte wie TTL-Restlaufzeiten oder wechselnde Reihenfolgen werden herausgerechnet, damit keine Fehlalarme entstehen.
- Wie schnell fällt eine Änderung auf?
- Im Prüfintervall des Tarifs: DNS alle 15 Minuten im Agency-Tarif, alle 30 Minuten im Freelancer-Tarif. Die Bestätigung über einen zweiten Nameserver dauert wenige Sekunden.
- Brauche ich Zugriff auf die Zone des Kunden?
- Nein. DomainWarn liest nur öffentlich abfragbare Records. Nichts muss beim Kunden installiert oder freigeschaltet werden.
- Kann ich Subdomains überwachen?
- Ja, je Domain lassen sich zusätzliche Hostnamen wie shop. oder api. eintragen; die Zahl hängt vom Tarif ab.