Warum Weiterleitungen zählen
Jede Weiterleitung kostet einen zusätzlichen Roundtrip, oft 100 bis 300 Millisekunden, und Suchmaschinen geben bei langen Ketten Linkkraft ab oder brechen das Crawlen ab. Eine typische kaputte Kette sieht so aus: http://beispiel.de leitet auf https://beispiel.de, das auf https://www.beispiel.de, das auf https://www.beispiel.de/de/. Drei Stationen, wo eine reichen würde.
Die Statuscodes
- 301 Moved Permanently: Dauerhaft. Suchmaschinen übertragen die Bewertung auf das Ziel. Richtig für Domainumzüge und Kanonisierung.
- 308 Permanent Redirect: Wie 301, behält aber die Methode (POST bleibt POST).
- 302 Found und 307 Temporary Redirect: Vorübergehend. Suchmaschinen behalten die alte URL. Falsch für dauerhafte Umzüge, aber häufig die Voreinstellung von Frameworks.
- 303 See Other: Nach Formularen, leitet auf eine GET-Seite.
Was der Checker erkennt
- Ketten mit drei oder mehr Stationen.
- Temporäre Redirects (302, 307), wo dauerhafte gemeint sind.
- http://, das nicht auf https:// weiterleitet.
- https://, das auf eine unverschlüsselte Adresse zurückleitet.
- Schleifen und mehr als fünf Weiterleitungen.
Die ideale Konfiguration
Genau eine Weiterleitung von jeder Variante auf die kanonische URL: http://beispiel.de, http://www.beispiel.de und https://beispiel.de leiten jeweils direkt mit 301 auf https://www.beispiel.de/. Kein Umweg über die http-Variante der Zieldomain, keine Zwischenstation ohne Slash.
Häufige Fragen
- Wie viele Weiterleitungen sind zu viele?
- Eine ist ideal, zwei sind vertretbar. Ab drei sollte die Konfiguration bereinigt werden. Browser und Suchmaschinen brechen nach fünf bis zehn ab.
- Warum zeigt der Checker 302 statt 301?
- Viele Frameworks und Load Balancer setzen 302 als Standard. Für dauerhafte Umzüge ausdrücklich 301 oder 308 konfigurieren.
- Folgt der Checker JavaScript- oder Meta-Refresh-Weiterleitungen?
- Nein, nur HTTP-Weiterleitungen über Statuscode und Location-Header. Genau die zählen für Suchmaschinen.